Aleatorische Demokratie

Baden Württemberg kann sogar Lotterie

In einem kurzen “Erklärvideo” stellt das “Staatsministerium Baden-Württemberg” ihr PR-Konzept der zufallsbasierten Bürgerbeteiligung vor. Wobei die Bezeichnung “PR-Konzept” bereits Teil der Rezension ist, die hier in aller Kürze erfolgen soll. Denn wenn das Video bisher auch nur wenige Bürger erreicht hat: es zeigt sehr typisch das Problem aller Top-down-Verfahren in der Demokratie.

Die grün-schwarze Landesregierung von Baden-Württemberg wirbt in dem Clip für ihr Engagement, per Los ausgewählte Einwohner zu gesellschaftlichen Fragen miteinander diskutieren zu lassen, oder wie es in dem Video – ohne Angabe von Autoren und Produzenten hölzern heißt: um “einen Dialog zu einer bestimmten Thematik durchgeführt”. Die Bürger erscheinen darin jedoch nicht als Souverän, sondern als Petenten, denen die Landesregierung großzügigerweise Gehör schenkt. Weiterlesen

Veranstaltungen zur aleatorischen Demokratie

+ “Konkrete Bürgerbeteiligung mit dem Mikrobürger-Gutachten”,
Rostock, 24. November 2018, 9:30-16:30 Uhr.
Ein Seminar der Friedrich Ebert Stiftung mit Peter Scheffler über den Einsatz von super-kurzen Bürgergutachten, die nur einen halben Tag dauern. Sie sind nicht als Ersatz der großen Bürgergutrachten (normal: 4 Tage Beratungszeit) gedacht, sondern vor allem als “Appetzier”. (Weswegen sie wohl besser “Mikro-Bürgergutachten” geschrieben werden sollten, denn klein sind ja nicht die Bürger…).
Anmeldeformular.
Background.

Weiterlesen