Aleatorische Demokratie

Liste der deutschen Planungszellen / Citizens Jurys

Verzeichnis der in Deutschland durchgeführten Planungszellen (Bürgergurachten); im Aufbau.

2018 bis 2017

siehe: aktuelle Planungszellen

 

2016

Thüringen: Gebietsreform (vorgesehen sind 4 Planungszellen mit nur 3 Tagen länge im November 2016, konkret: 27.10.1016 – 29.10.2016 in Suhl (Südwestthühringen); 03.11.2016 – 05.11.2016 in Tambach-Dietharz (Mittelthüringen), 10.11.2016 – 12.11.2016 in Gera (Ostthüringen) und 17.11.2016 – 19.11.2016 in Mühlhausen (Nordthüringen). (mdr-Zwischenbericht; Kritik mdr am Verfahren; Ausführliche Informationen der Landesregierung Thüringen; Teilnehmer erhalten keinen Bildungsurlaub; Start-Bericht focus.de; 1. Planungszelle abgeschlossen – Projektseite zur Gebietsreform, 3.11.2016).
Das Bürgergutrachten kann hier als pdf geladen werden. Durchführungsträger war nexus.
Update Juni 2017: Politik verspricht, die Empfehlungen “weitestgehend” umzusetzen

Wuppertal: Außgerechnet am ehemaligen Wirkungsort des Erfinders gab es bisher noch nie eine Planungszelle. Das hat sich nun geändert – ausgeloste Bürger haben über die Errichtung einer Seilbahn beraten und diese befürwortet. 2 Planungszellen, 21. bis 24. September 2016 (Nexu Institut Berlin)
Die Idee zur PZ kam von “Bürgerbeteiligungsdezernent” Panagiotis Paschalis. (Vorbericht: Cronenberger Woche, Februar 2016; “Das kann ich jedem nur empfehlen” Cronberger Woche, 6.10.2016; Kommentar Wuppertaler Rundschau 10.11.2016)

Holzkirchen: Integriertes Mobilitätskonzept (durchführendes Institut: Gesellschaft für Bürgergutachten, April 2016) (Bericht 1, Bericht 2 Merkur, ) (Bürgergutachten Holzkirchen zum Download

Potsdam: Wiederaufbau der Garnisonskirche (derzeit gibt es Streit ums Procedere) (MAZ-Bericht 26.01.2016); Update: Durchführung eines Bürgergutachtens abgelehnt;

2015

Wermelskirchen, Hückeswagen, Burscheid: “Unser Wasser im Bergischen”, 2 Planungszellen (50 Personen), 2. bis 5. November 2015 (Oberberg Aktuell)

Wetzlar: Planungszelle zur Freibadgestaltung (Durchführendes Institut: Forschungsstelle Bürgerbeteiligung, Wuppertal; 23.-26.09.2015), Ende September 2015; Zwischenbericht ; Einzelstimmen dazu.

Hannover: Abfallgebühren-Modell. Dieses Bürgergutachten weicht methodisch vom Planungszellen-Standard ab: die Hälfte der Teilnehmer hatte sich selbst beworben, zudem fanden die Zusammenkünfte mit zeitlichen Pausen statt (am 04.09.2015, 10.09.2015 und 11.09.2015 im Haus der Region)
; die Kleingruppen der Bürgergutachter berieten nicht die selben Themen und Moderatoren waren laut Gutachten immer wieder zu gegen. Durchführungsträger: INFA – Institut für Abfall, Abwasser und Infrastruktur-Management GmbH, Ahlen/Westfalen. (Vorbericht, Bericht 1 Hannoversche Allgemeine), Bericht 2, ) (Bürgergutachten Abfallgebühren Hannover und ergänzende Dokumente zum Download)

Planegg (Bayern): Ortsentwicklung; Bürgergutachten demnächst bei nexus.

2014

Berlin: “Intelligente Energie- und Verkehrswende in Berliner Stadtquartieren” – Forschungsprojekt „Mobility2Grid“; 4 jeweils 3-tägige Planungszellen mit 88 Juroren an 2 Terminen (19.-21. und 26.-28. Juni 2014). Gutachten bei nexus. “Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Projekt EUREF-Forschungscampus untersucht Möglichkeiten der Kombination von lokal erzeugter Energie mit einer klimafreundlichen Elektromobilität. Die Umsetzung hätte sowohl Auswirkung auf die Gestaltung von Stadtquartieren als auch das Mobilitätsverhalten der Bewohnerinnen und Bewohner.”

2013

Berlin Adlershof (nexus)
Berlin Tempelhofer Feld (Bericht; nexus Institut); Interview Stadtentwicklungssenator Michael Müller dazu (heute Reg. BM)
München Kunstareal (Bericht mit Download Gutachten; gfb Gesellschaft für Bürgergutachten Hilmar Sturm und Benno Trütken)
Wernigerorde: Zukunft des Ochsenteichgeländes; 33.500 Einwohner; Bürgergutachten bei nexus

2012

Weinheim zur Ausweisung von Gewerbegebieten (Forschungsstelle Bürgerbeteiligung der Uni Wuppertal)

2011

Wuppertal Universität zum Campus-Management (nur mit Studenten)

2010

Bochum: Zweite “Youth Citizens Jury”; Leitung: Timo Rieg; Ergebnisse

2009

Bochum: Erste “Youth Citizens Jury” (Jugendforum als Jugendplanungszelle) zu verschiedenen jugendpolitischen Themen, in erster Linie zur Erprobung des Verfahrens mit Jugendlichen; Leitung: Timo Rieg; extern evaluiert (siehe Beiträge im Buch “Die Qualität von Bürgerbeteiligungsverfahren – Evaluation und Sicherung von Standards am Beispiel von Planungszellen und Bürgergutachten”; Ergebnisse und Berichte; Video

Wuppertal: Kommunikative Räume an der Bergischen Universität, 12. bis 15. Oktober, mit 54 Studenten zum Umbau der Uni. Kurzvorstellung und Gutachten (Forschungsstelle Bürgerbeteiligung)

2008

RLP: Kommunal- und Verwaltungsreform Rheinland-Pfalz. Mit sechs Citizens’ Jurys war diese Beratung eine der größten in Deutschland. www.planungszellen.rlp.de; Ergebnisse: Bürgergutachten zu den Eckpunkten der Kommunal- und Verwaltungsreform in Rheinland-Pfalz (Projektdurchführung: Nexus Institut, Berlin)

2007

Aachen: Aballwirtschaft (siehe hierzu ausführlich die Dissertation von Antoine Vergne 2014)

2006

Berlin: Eckpunkte für ein zukünftiges Europa – European citizens’ Consultations (21. bis 24. November 2006). Teilnehmer ausgelost in Steglitz-Zehlendorf. Bürgergutachten (dreisprachig; Nexus)

Budapest: Egy nyitott, ökologikus és szociális Európáért: a jövőbeli Európa sarkalatos kérdései (Dezember 2006). Ungarischer Teil der Planungszellen über die “Eckpunkte für ein zukünftiges europa” (s.o.)

2003

Bayern: Bürgergutachten Gesundheit. “Das Bürgergutachten für Gesundheit ist von über 400 bayerischen Bürgerinnen und Bürgern in den Jahren 2003 und 2004 erarbeitet worden. Auftraggeber war das Bayerische Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz.” (Gesellschaft für Bürgergutachten, München). Gutachten.

2002

Bayern: Bürgergutachten zum Verbraucherschutz in Bayern Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit, Ernährung und Verbraucherschutz

2001

Osnabrück: Neumarkt

2000

Berlin, Magdeburger-Platz
Berlin, Quartier Sparrplatz 

1999

Bürgerbeteiligung im Wrangelkiez Senat für Stadtentwicklung Umweltschutz und Technologie, Berlin

Frankfurt (Oder): Arbeiten in Neuberesinchen; 5 Planungszellen an 3 Terminen; 8.-11. März, 24.-27. März, 14.-17. April 1999; Zusammenfassung der Ergebnisse Ilse Burgass und Benno Trütken

Witten: Mitten in Witten – Bürgergutachten zur Funktion und Gestaltung des Johannisviertels und des Kornmarktes in Witten; 4 Planungszellen an 2 Terminen (8.-10. April und 26.-28. April 1999); Zusammenfassung der Ergebnisse Ilse Burgass und Benno Trütken

1998

Frankfurt/Oder: Arbeiten in Neuberesinchen Stadt Frankfurt/Oder

1997

Nordhausen: Empfehlungen für die Entwicklung der Innentstadt und die Gestaltung des Kornmarktes in Nordhausen (Freistaat Thüringen, 46.000 Einwohner); 48 Teilnehmer 16 bis 89 Jahre ; 2 parallele PZvom 10.-13. Juni 1997.

Lengerich: “Lengericht 2047” – Bürgergutachten zur Vorbereitung des städtebaulichen Ideenwettbewerbs “Gempt-Gelände” Stadtmitte Lengerich; 6 Planungszellen an 3 Terminen (3.-6. März, 7.-10. April, 14.-17. April 1997); Zusammenfassung der Ergebnisse von Ilse Burgass und Benno Trütken

1996

Attraktiver Öffentlicher Personennahverkehr Hannover ÜSTRA Hannoversche Verkehrsbetriebe AG

1994

Zusammenleben von Ausländern und Deutschen Stadt Buxtehude

1991

Bürgergutachten ISDN Bundesministerium für Post und Telekommunikation

1988

Kabelfernsehen und ältere Menschen Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW

1987

Stadtentwicklung 2010 Stadt Solingen

1983

Energieversorgung eines neuen Stadtteils Gemeinde Jüchen

1980

Köln: Planung des Rathausplatzes Köln-Gürzenich Stadt Köln/Städtebauministerium NRW; Werkstattpapier

1979

Solingen: Planungszelle “Bärenloch” für eine Tageserholungsanlage; Werkstattpapier Nr. 15

1976

Hagen: Bürger planen Hagen-Haspe; “Die Testläufe der Planungszelle in Hagen-Haspe – Erprobung eines Verfahrens zu geordneten Beteiligung von Bürgern an der Gestaltung der städtischen Umwelt”; Werkstattpapier Nr. 19; Peter Dienel, Detlef Grabe, Bernd Wyborski; Dezember 1975 bis Mai 1976, 8 Planungszellen; siehe hierzu auch: “Nur wissenschaftlicher Schein?

1972

Schwelm: Entsorgung fester Abfallstoffe

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